Neue Nachbarn in St. Gertrud
Im Stadtteil St. Gertrud sorgt eine Wildschweinfamilie für Aufsehen. Eine Bache hat hier sieben Frischlinge zur Welt gebracht. Die Begegnung mit den Tieren mag für Anwohner spannend sein, doch sie birgt auch Gefahren.
Der Stadtjäger Christoph Benett rät dringend, Abstand zu halten. Wer versucht, die Frischlinge zu streicheln, bringt sich in Gefahr. Die Mutter verteidigt ihre Jungen kompromisslos und kann Menschen ernsthaft verletzen. Deshalb sollten Spaziergänger die Tiere nicht bedrängen.
Besondere Vorsicht für Hundebesitzer
Hundebesitzer müssen ihre Tiere im Bereich St. Gertrud konsequent an die Leine nehmen. Freilaufende Hunde wirken auf Wildschweine bedrohlich und können ein aggressives Verhalten der Bache auslösen. Diese Regel gilt nicht nur im Wald, sondern auch innerhalb des Stadtgebiets, wo die Wildschweinfamilie in St. Gertrud inzwischen regelmäßig gesichtet wird.
Warum Wildschweine in die Stadt kommen?
Doch warum zieht es Wildschweine überhaupt in ein dicht besiedeltes Gebiet wie St. Gertrud? Einer der Gründe liegt in der zunehmenden Zersiedelung, die den natürlichen Lebensraum verkleinert. Außerdem locken Mülltonnen, Komposthaufen und Gartenabfälle die Tiere an. In Kombination mit milden Wintern und dem großen Nahrungsangebot finden Wildschweine in der Stadt leicht gute Lebensbedingungen.
Die Stadtverwaltung bittet Anwohner, Mülltonnen sicher zu verschließen und keine Essensreste im Garten liegenzulassen. Zudem hilft es, Haustiere besonders in der Dämmerung nicht unbeaufsichtigt draußen zu lassen. Wer Wildschweine sieht, sollte die Tiere in Ruhe lassen.
Die Wildschweinfamilie in St. Gertrud zeigt, wie nah Wildtiere den Menschen inzwischen kommen. Mit Rücksicht und Vorsicht kann das Zusammenleben gelingen, ohne dass Mensch oder Tier zu Schaden kommen.
Photo Credits: stock.adobe 378149612, Christoph
Adresse: St. Gertrud, Lübeck
