Fiete_verstrenkte_Arme

Fiete – Norddeutscher Sommer

Natürlich. Ich mag warme Tage. Ich liebe die lauen Sommerabende, an denen es noch bis in die späte Nacht dämmerig-hell ist, an denen die Vögel auch nicht ins Bett wollen und noch ein bisschen schlaftrunken vor sich hinflöten. Wäre ja auch schade, wenn es das nicht gäbe. 

Aber Sommer im Norden heißt eben auch, dass man sich da nie zu sicher sein kann. Dass hinter jeder Sonnenstunde ein fieser Sturmwind stehen kann, der die Lichterkette im Baum beutelt und der dafür sorgt, dass die Lampions über der Terrasse besorgniserregend schaukeln. Dass es jederzeit auflandigen Wind geben kann, der diesen feinen Nieselregen mitbringt, der dir ins Gesicht weht und der – egal wohin du gehst – immer von vorn kommt. 

Und dann weiß ich wieder, warum ich gern von hier komme. Wer so einen Sommer von Kindesbeinen an gewohnt ist, der weiß die warmen und heiteren Sonnenstunden so richtig zu schätzen. Der kann auch mit dem Schietwetter etwas Vernünftiges anfangen und hat eine passende Aktivität auf Lager. Denn: Die ganze Zeit am Strand aalen und sich die Sonne auf 4 den Bauch scheinen lassen, das kann ja wohl jeder. /gg

Photo Credits: shutterstock, lassedesignen

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