„Überleben“ im Theater Combinale

Überleben ist ein politischer Theaterabend im Theater Combinale, der die Lage der Demokratie in den Blick nimmt. In Deutschland und weltweit wächst der Druck auf freie Systeme, und zugleich breitet sich Unsicherheit aus. Regisseur Uwe Schwarz entwickelt gemeinsam mit Sigrid Dettlof und L.-Christian Glockzin einen Abend, der mit Humor, Musik und klaren Texten Mut machen will. Dabei steht die Frage im Raum, wie Kunst in schweren Zeiten Haltung zeigen kann.
Inhaltlich knüpft die Inszenierung an das literarische Kabarett „Die Pfeffermühle“ von Erika und Klaus Mann an, das einst als Stimme gegen den Nationalsozialismus entstand. Schon 2002 griff das Team diesen Stoff auf, und erneut zeigen sich bedrückende Parallelen zwischen den frühen 1930er Jahren und der Gegenwart. Aus historischen Texten sowie neuen Passagen von Uwe Schwarz entsteht ein dichter Dialog zwischen damals und heute. So wird Vergangenheit nicht museal betrachtet, sondern als Spiegel der Jetzt-Zeit genutzt.
Der Abend zeichnet die künstlerisch-politische Reise von Erika Mann in den Jahren 1932 bis 1945 nach, und zugleich wird der Blick auf aktuelle Entwicklungen gelenkt. Überleben verbindet ernste Themen mit leichter Form, sodass schwere Inhalte zugänglich bleiben und dennoch nachwirken. Musik, Wort und Szene greifen ineinander, während Hoffnung und Zweifel bewusst nebeneinanderstehen. Fatalismus bleibt außen vor, denn das Stück setzt auf Haltung, Zuversicht und die Kraft des Theaters, Orientierung in bewegten Zeiten zu geben.
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