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Dienstagsvortrag bei den Gemeinnützigen

Lübeck ist heute für seine Backsteingotik, das Marzipan und die Hanse bekannt, doch der Pferdehandel in Lübeck im Mittelalter spielte einst eine deutlich größere Rolle, als viele vermuten. Beim Dienstagsvortrag erfährst Du, warum die Stadt zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Pferde in Europa zählte und welche Bedeutung dieser Handel für Lübeck hatte. Von der Travestadt aus wurden jährlich bis zu tausend Tiere nach Italien und Frankreich verkauft. Schauplätze wie die Burgstraße oder der Klingenberg, der nicht umsonst Pferdemarkt hieß, waren dabei zentrale Handelsorte.
Der Vortrag beleuchtet die Handelswege der Pferde ebenso wie die Kaufleute, die hinter diesem lukrativen Geschäft standen. Besonders spannend ist die Frage, wie die Versorgung der Tiere innerhalb der Stadt organisiert wurde. Jedes Pferd benötigte täglich große Mengen an Heu, Hafer und Wasser, was enorme logistische Herausforderungen bedeutete. Ob es spezielle Einrichtungen wie eine Pferdeschwemme gab und wie mit dem Abfall umgegangen wurde, gehört zu den Themen des Abends.
Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Pferdehandels für Lübeck steht im Fokus des Vortrags. In einem aktuellen Forschungsprojekt werden diese Fragen neu untersucht, erste Ergebnisse werden an diesem Abend vorgestellt. Referent ist Dr. phil. habil. Carsten Jahnke, Associate Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Kopenhagen und ausgewiesener Kenner der lübischen Geschichte. Der Eintritt ist frei, und der Vortrag ersetzt den ursprünglich geplanten Stadtdiskurs zur Archäologie und Denkmalpflege. Im Anschluss hast Du die Möglichkeit zum Gespräch und zur Diskussion.
Mehr Informationen zur Veranstaltung findest du hier.
Weitere Termine findet ihr im Kalender.
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