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3. Kammerkonzert: Streichquintett im Hogehus

Das 3. Kammerkonzert im Hoghehus widmet sich dem Streichquintett, also dem Streichquartett mit fünfter Stimme. Dadurch wächst die Klangwelt, und es entsteht eine Besetzung zwischen Nähe und Fülle. Auf dem Programm stehen Werke von Alexander von Zemlinsky, Robert Krampe und Johannes Brahms. Der Abend führt klanglich nach Wien in die Zeit der Spätromantik, und er verbindet Musik mit feinen Linien von Stil und Zeitgeist.
Zemlinsky eröffnet mit zwei Sätzen für Streichquintett, die als einzige Teile eines einst viersätzigen Werks aus den 1890er Jahren erhalten sind. Vor allem das heitere Finale fand damals viel Beifall, und auch Brahms zeigte sich davon angetan. Denn Zemlinsky stand stark unter dessen Einfluss, sodass sich eine klare Brücke zum Schlussstück spannt. Dazu kommt Robert Krampes „… mein Saitenspiel“ als Blick auf Wien um 1900, wobei das rund zwanzigminütige Werk Fragmente aus Mahlers unvollendeter Zehnter Sinfonie aufgreift.
Den Abschluss bildet Brahms’ Streichquintett Nr. 2 in G-Dur op. 111, ein dichtes Spätwerk mit großer Klangsinnlichkeit. Brahms sah es zunächst als Abschluss seines Schaffens, und doch wirkt es weit, fast wie ein kleines Orchester im Raum. Krampes Titel spielt auf Mahlers Kosenamen für Alma an, und so schwingt auch Biografie mit. Zugleich weckt das Motiv Erinnerungen an Zemlinskys Verbindung zu Alma Schindler, wodurch sich der Bogen des Abends schließt. Es spielen Evelyne Saad und Franziska Ribbentrop (Violine), Elisabeth Fricker und Caroline Spengler (Viola) sowie Fabian Schultheis (Violoncello).
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