E-Highway-Rückbau bei Reinfeld offen
Der E-Highway Rückbau bei Reinfeld bleibt nach einem aktuellen Bericht des NDR ungeklärt. Der Testbetrieb auf der A1 wurde Ende 2024 eingestellt. Trotzdem stehen Masten und Stromleitungen auf dem Abschnitt weiterhin entlang der Autobahn. Nach Angaben des NDR verweisen mehrere Behörden bei der Frage des Rückbaus auf unterschiedliche Zuständigkeiten. Eine verbindliche Lösung ist damit weiter nicht erkennbar.
Das Landesverkehrsministerium sieht die Federführung beim Energiewende-Ministerium des Landes. Für den Abbau der Masten sei nach seiner Darstellung das Bundesverkehrsministerium zuständig. Dieses verweist wiederum auf das Bundesumweltministerium. Dort wird die Verantwortung bei der Autobahn GmbH des Bundes gesehen. Die Autobahn GmbH versteht sich nach Angaben des NDR jedoch als ausführende Stelle und verweist zurück an Land und Bund.
Der E-Highway wurde fünf Jahre lang erprobt. Lastwagen konnten Stromabnehmer auf dem Dach ausfahren und während der Fahrt Energie aus Oberleitungen beziehen. Der Güterverkehr sollte dadurch klimafreundlicher werden. Eine Spedition aus Reinfeld setzte fünf entsprechend ausgerüstete Lastwagen zwischen den Häfen in Lübeck und Hamburg ein. Obwohl die wissenschaftliche Auswertung positiv ausfiel, wird die Technik derzeit nicht weiterverfolgt. Als Grund nennt der Bericht unter anderem Fortschritte bei leistungsfähigeren Batterien.
Vor dem Projekt hatten Feuerwehrleute im Kreis Stormarn Sicherheitsbedenken geäußert. Sie befürchteten Einschränkungen bei Rettungseinsätzen und weniger Platz für Hubschrauberlandungen. Nach Ende der Testphase sieht Kreisbrandmeister Olaf Klaus laut NDR jedoch keine praktischen Sicherheitsprobleme durch die Anlagen. Bei zahlreichen Einsätzen hätten die Masten keine Schwierigkeiten verursacht. Damit bleibt der E-Highway Rückbau bei Reinfeld vor allem eine offene Zuständigkeitsfrage mit weiterhin sichtbarer Infrastruktur.
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Adresse: A1 bei Reinfeld, Kreis Stormarn
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