Neue Tafeln erklären ökologische Bedeutung
Die Hansestadt Lübeck informiert am 27. August 2026 darüber, wie sie Habitatbäume als Lebensräume erhalten will. Alte, absterbende und abgestorbene Bäume gelten dabei zunehmend als wertvolle Teile des städtischen Ökosystems. Sie können trotz eingeschränkter Vitalität wichtige Funktionen für Artenvielfalt und Stadtklima übernehmen. Fachleute kontrollieren die im Baumkataster erfassten Bäume regelmäßig und dokumentieren ihren Zustand.
Im digitalen Baumkataster ist die Vitalität der erfassten Bäume nun öffentlich sichtbar. Die Karte zeigt, wie Trockenheit, Hitzeperioden und weitere Belastungen auf den Bestand wirken. Wenn es die Verkehrssicherheit zulässt, setzt die Hansestadt zunächst auf Pflegemaßnahmen wie Kronenrückschnitte. Höhlen, Risse, Faulstellen oder abgestorbene Äste können Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze schaffen.
Muss die Hansestadt einen Baum aus Gründen der Verkehrssicherheit fällen, pflanzt sie grundsätzlich Ersatz, möglichst am gleichen Standort. Wo es gefahrlos möglich ist, bleibt ein Teil des Stammes erhalten. Diese Maßnahmen stimmt die Stadt mit der Unteren Naturschutzbehörde ab. Totholz bietet Käfern, Holzwespen, Pilzen, Moosen, Flechten und weiteren Organismen Nahrung oder Lebensraum. Während der Zersetzung gelangen außerdem Nährstoffe zurück in den Boden und fördern die Humusbildung.
An ausgewählten Habitatbäumen bringt die Hansestadt Informationstafeln an. Sie stehen bewusst abseits von Straßen, Alleen und stark frequentierten Wegen und erläutern die ökologische Bedeutung alter und abgestorbener Bäume. Zusätzlich hat die Stadt ihre Informationsseite zum Thema Habitatbäume neu gestaltet. Habitatbäume und Totholz finden sich im gesamten Stadtgebiet unter anderem in Grünanlagen, auf kommunalen Friedhöfen und entlang von Wanderwegen. Einige dieser Bäume sind als Naturdenkmale ausgewiesen und besonders geschützt.
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