Lübeck soll stärker angebunden werden
Die Regio-S-Bahn Lübeck und Region steht im Mittelpunkt zweier Appelle, die ein breites Bündnis aus Kommunen, Wirtschaft, Tourismus, Fahrgastverbänden und weiteren Akteuren am 8. Juli im HANSA-PARK an das Land Schleswig-Holstein übergeben hat. Adressatin war Staatssekretärin Susanne Henckel aus dem Verkehrsministerium.
Nach Angaben der Hansestadt fordert die Region verbindliche Weichenstellungen für leistungsfähige Zukunftsachsen. Das Projekt soll im neuen Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2027 bis 2032 priorisiert werden. Damit verbindet das Bündnis die Erwartung, dass die Planungen nun deutlich vorankommen und politisch fester verankert werden.
Die Appelle betreffen zwei Achsen. Eine Linie soll Lübeck mit Malente, Lütjenburg und Kiel verbinden. Die zweite bezieht sich auf Lübeck, Neustadt in Holstein und die Bäderbahn. Getragen werden die Schreiben von Kommunen, Unternehmen, Tourismusorganisationen und Verbänden. Die Zusammensetzung zeigt, dass das Anliegen über einzelne Orte hinausreicht.
Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau ordnet das Vorhaben laut Mitteilung als gemeinsames Zukunftsprojekt der Region ein. Es gehe nicht allein um die Elektrifizierung der Bäderbahn, sondern um ein größeres Mobilitätskonzept. Auch Vertreter aus Eutin und Scharbeutz betonen die gemeinde- und parteiübergreifende Unterstützung für die priorisierte Umsetzung.
Für Lübeck und die Nachbarorte hat das Thema vor allem Bedeutung für Pendler, Tourismus und regionale Erreichbarkeit. Konkrete Entscheidungen des Landes nennt die Mitteilung noch nicht. Der Appell zielt daher zunächst auf die Aufnahme und Gewichtung im kommenden Landesnahverkehrsplan. Damit bleibt die Forderung nicht abstrakt, sondern auf zwei benannte Verkehrsachsen bezogen. Er soll aus Sicht der Beteiligten die nächsten Schritte verbindlicher und nachvollziehbarer gestalten.
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