Zeugenhinweis führte zu Kontrolle
Eine Schreckschusswaffe im Stadtpark hat in der Nacht zum Sonntag zu einem Polizeieinsatz in St. Gertrud geführt. Nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck meldete ein Zeuge gegen 01:00 Uhr per Notruf, dass Personen im Bereich des Lübecker Stadtparks in die Luft geschossen hätten. Kurz danach kontrollierten Beamte zwei Jugendliche.
Durch die Personenbeschreibung konnten alarmierte Beamte die Jugendlichen in der Birkenstraße antreffen. Einer der beiden passte nach Angaben der Polizei auf die Beschreibung. Bei dem 17 Jahre alten Lübecker fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe. Der Fund erfolgte bei der anschließenden Durchsuchung. Die Kontrolle lag damit in unmittelbarer Nähe zum gemeldeten Bereich.
Die Waffe steckte laut Mitteilung samt Magazin und Munition im Hosenbund des Jugendlichen. Außerdem wurden mehr als 50 Gramm Haschisch, Bargeld und weitere Betäubungsmittelutensilien festgestellt. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Die Polizei brachte den Jugendlichen anschließend zum 3. Polizeirevier.
Dort übergaben die Beamten ihn an die informierten Erziehungsberechtigten. Verletzt wurde in der Meldung niemand erwähnt. Die Polizei nennt den Jugendlichen als deutschen Staatsangehörigen. Weitere Angaben zu dem zweiten kontrollierten Jugendlichen macht die Mitteilung nicht. Auch zu möglichen weiteren Beteiligten enthält sie keine Angaben.
Gegen den 17-Jährigen laufen nun Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Außerdem geht es um den Besitz von mehr als 30 Gramm Cannabis außerhalb des eigenen Wohnsitzes. Die weiteren Prüfungen liegen bei den zuständigen Ermittlern. Die sichergestellten Gegenstände bleiben dabei Teil des Verfahrens. Für den Stadtpark meldete die Polizei keine Verletzten. Der gemeldete Ablauf bleibt Gegenstand der Ermittlungen.
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