Vogel

Vogelpark meldet Insolvenz nach Razzia an

LKA ermittelt zu geschützten Arten

Die Vogelpark Niendorf Insolvenz folgt auf die Durchsuchung von Geschäftsräumen in Timmendorfer Strand. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hatte den Park am Dienstag, 9. Juni 2026, wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz durchsucht. Betreiber Christian Siebelts sagte NDR Schleswig-Holstein, der Park habe nun Insolvenz angemeldet.

Den Angaben zufolge richtet sich das Verfahren gegen drei Beschuldigte. Sie sollen Tiere geschützter Arten illegal und ohne amtlichen Nachweis, also ohne CITES-Bescheinigung, erworben, zur Schau gestellt und verkauft haben. Bei der Maßnahme stellten die Ermittler verschiedene Beweismittel sicher. Eine Beschlagnahme der Tiere erfolgte bisher nicht.

Der Kreis Ostholstein ist für Aufsicht und Genehmigung zuständig. Nach seinen Angaben fehlen bei rund 15 geschützten Vögeln Herkunfts- und Haltungsnachweise. Dabei handele es sich um Tiere, die schon lange im Vogelpark leben. Da die Besitzer demnach bemüht gewesen seien, die Herkunft zu klären, habe der Kreis bislang auf Beschlagnahmung oder Einziehung verzichtet.

Siebelts erklärte gegenüber NDR Schleswig-Holstein, bei manchen Tieren lasse sich die Herkunft nicht mehr nachvollziehen. Es gebe keine Dokumente oder Hinweise; auch der frühere Betreiber wisse teils nicht mehr, woher sie stammten. Über die Insolvenz habe er das Veterinäramt informiert. Gemeinsam solle nun geklärt werden, wie die Versorgung der Tiere zuverlässig gesichert werden kann.

Der Vogelpark war im August 2025 von Christian Siebelts und Daniel Volkmer-Kuberski übernommen worden. Seit Ende 2025 ist er geschlossen, weil der Kreis die Zoobetriebsgenehmigung verweigerte. Genannt wurden ungeklärte Eigentumsverhältnisse am Grundstück und fehlende Herkunftsnachweise. Laut NDR wurde der Park bereits seit 2014 ohne Zoobetriebsgenehmigung betrieben.

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Adresse: Lübeck
Website: PM

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