Wasser, Mehl und mittelalterlicher Takt
Die Mühlenstraße verdankt ihren Namen den Lübecker Stadtwassermühlen, die seit dem Mittelalter im Süden der Altstadt betrieben wurden. Ihre Energie bezogen sie nicht aus der Trave, sondern aus der Wakenitz und den mit ihr verbundenen Gewässern Krähenteich und Mühlenteich. Im Bereich von Mühlenbrücke und Mühlendamm befand sich einer der bedeutenden Mühlenstandorte Lübecks, an dem Wasser über Jahrhunderte hinweg zur Versorgung der Stadt genutzt wurde.
Zugleich war die Mühlenstraße eine wichtige Zufahrt in die Altstadt von Süden. Am Mühlentor wurde dieser Zugang durch die Stadtbefestigung gesichert – ein strategisch bedeutsamer Übergang zwischen Stadt, Umland und Handelswegen. Heute ist die Mühlenstraße eine vielbefahrene Verbindung zwischen Altstadt und südlichem Lübeck. Ihr Name bewahrt jedoch die Erinnerung an Wasser, Mühlen und die historische Versorgung der Stadt.
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