Workshops zeigen Hebel für weniger Verbrauch
Das europäische Kooperationsprojekt Flip-EC in der Hansestadt Lübeck kommt voran. Unter der Keyphrase Flip-EC Pilotmaßnahmen öffentliche Gebäude entstehen seit Mai 2025 neue Wege, um Energie in öffentlichen Häusern zu sparen. Dabei rückt das Projekt nicht nur Technik in den Fokus, sondern ebenso Routinen, Kommunikation und Zusammenarbeit im Alltag.
In den vergangenen sechs Monaten organisierte die Stadt eine dreiteilige Workshop-Reihe. Daran beteiligten sich nach Angaben der Hansestadt unter anderem Hausmeister, Lehrkräfte, Schüler, Bildungskoordination sowie Energie- und Klimaschutzmanagement. Außerdem tauschten sich Mitarbeitende der Verwaltung mit Vertretern anderer Kommunen aus Schleswig-Holstein aus, damit Erfahrungen schneller zusammenfließen. Gemeinsam prüften sie Energieroutinen, benannten Hürden und entwickelten einfache, kostengünstige Maßnahmen.
Die Gespräche bezogen verschiedene Gebäudetypen ein, etwa Verwaltungsstandorte, Schulen, Kitas und Kulturzentren. Ein Schwerpunkt war der User-Journey- und Co-Gestaltungs-Ansatz, denn er verbindet Alltagspraxis mit Planung. So wechselten die Teilnehmenden die Perspektive und verstanden besser, wie Nutzende und Gebäudemanagement zusammenwirken. Zugleich bewerteten sie, welche Ideen sich zügig umsetzen lassen und in der Pilotphase verlässlich wirken.
Parallel sammelten die Partner im Ostseeraum weitere Erkenntnisse. Beteiligte aus Dänemark, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland werteten 926 Umfrageantworten, 18 Fokusgruppen und mehrere Fallstudien aus. Daraus leiteten sie acht Handlungsfelder ab. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, bessere Kommunikations- und Monitoringprozesse, mehr Beteiligung, Qualifizierung, genügend Personal sowie motivierende Anreize.
Aus den Ergebnissen entstehen nun Werkzeuge und Methoden, die später auch andere Kommunen nutzen können. In Lübeck starten 2026 und 2027 zwei Pilotmaßnahmen, eine in einem Verwaltungsgebäude und eine in einer Schule. Dort erproben die Beteiligten die Ansätze im Betrieb, werten sie aus und entwickeln sie weiter. Flip-EC wird im Interreg-Ostseeraum-Programm aus EFRE-Mitteln gefördert; außerdem ist das Projekt Lübecker Klimaschulen eingebunden.
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