Anlage deckt 11,7 Prozent des Bedarfs
Der Solarthermiepark Moisling Fernwärme ist in Moisling vorgestellt worden. Die Hansestadt Lübeck und die Stadtwerke Lübeck präsentierten die Anlage Medienvertretern. Das Projekt soll die Wärmewende voranbringen und die Wärmeversorgung klimafreundlicher machen.
Mit 12.500 Quadratmetern Kollektorfläche zählt der Park nach Angaben der Stadtwerke zu den größten Solarthermie-Projekten in Deutschland. Damit soll die Anlage die kommunale Wärmeplanung unterstützen. Bürgermeister Jan Lindenau hob den Angaben zufolge hervor, dass Vorgaben des Gesetzgebers so in konkrete Projekte übersetzt werden.
Dr. Jens Meier, CEO der Stadtwerke Lübeck Gruppe, verwies nach Angaben des Unternehmens auf Vorteile für die Versorgung. Die Anlage stärke eine regionale und berechenbare Energieversorgung und senke die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Grundlage ist Solarthermie: Kollektoren wandeln Sonnenstrahlung in Wärme um und speisen sie über eine Flüssigkeit in das Fernwärmenetz ein. Nach Angaben der Stadtwerke gilt Solarthermie als effiziente erneuerbare Technologie für den urbanen Raum.
Im Park arbeiten 788 großformatige Kollektoren. Jeder ist 6 Meter lang, 2,5 Meter hoch und wiegt rund 425 Kilogramm. Zusammen erreicht die Anlage eine thermische Leistung von 8 MW Peak. Pro Jahr sind bis zu 3,7 GWh Wärmeertrag vorgesehen, rechnerisch für etwa 350 Wohneinheiten mit 80 Quadratmetern.
Für das bestehende Moislinger Fernwärmenetz deckt der Park 11,7 Prozent des Wärmebedarfs ab. Ein Wärmespeicher mit 3.000 Kubikmetern hält die tagsüber gewonnene Wärme länger vor, wodurch die Versorgung auch bei wechselndem Wetter stabil bleibt. Im Vergleich zu gasbasierter Wärmeversorgung sollen so jährlich rund 800 Tonnen CO₂ eingespart werden. Durch die Kombination aus Kollektoren und Speicher soll die Wärme auch über den Tag hinaus verfügbar bleiben.
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