Übergangslösung trennt Radwege vom Kreis
Kreisverkehr Lindenplatz wird umgebaut: In den Sommerferien 2026 sind Bauarbeiten geplant. Die Hansestadt Lübeck will damit den als „Lindenteller“ bekannten Knotenpunkt kurzfristig sicherer machen, bis ein späterer Grundumbau des Platzes möglich ist. Nach Angaben der Stadt liegt dazu ein Beschlussvorschlag zur Beratung in der Politik vor.
Der Lindenplatz gilt seit Jahren als Unfallschwerpunkt. Im Schnitt werden dort rund 40 Unfälle pro Jahr polizeilich erfasst, häufig mit gefährlichen Situationen zwischen Autos und Radfahrer. Zudem entspricht der heutige mehrspurige Kreisverkehr nicht mehr den rechtlichen und verkehrstechnischen Anforderungen: Vor allem die aktuelle Führung des Radverkehrs ist nach heutigen Regelwerken nicht zulässig.
Mit der geplanten Übergangslösung soll der Unfallhäufungspunkt entschärft und eine rechtssichere, verkehrssichere Führung für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen werden. Wenn sich dadurch zugleich das persönliche Sicherheitsempfinden vieler Radfahrer verbessert, wäre das aus Sicht der Stadt ein zusätzlicher Effekt.
Konkret soll der Radverkehr künftig überwiegend außerhalb des Kreisverkehrs verlaufen. Dafür sind neue Querungsstellen vorgesehen, damit Radfahrer Straßen sicherer überqueren können. Ein vorhandener Zebrastreifen in der Hansestraße wird näher an den Kreisverkehr verlegt und ergänzt. Auch der Fußverkehr soll davon profitieren.
Weitere Änderungen betreffen die Fahrbahnaufteilung: Vom Holstentor kommend soll eine bisherige Fahrspur als Radfahrstreifen genutzt werden. Einige Ein- und Ausfahrten werden für Autos auf eine Spur reduziert, um die Verkehrsführung übersichtlicher zu machen. Für die Arbeiten sind rund sechs bis acht Wochen in den Sommerferien 2026 vorgesehen, weil dann insgesamt weniger Verkehr unterwegs ist. Parallel arbeitet die Stadt an Konzepten für einen späteren kompletten Neubau des Lindenplatzes.
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