Übung soll zivile Abläufe einbinden
Von Montag, 13. April 2026, bis Freitag, 17. April 2026, wird es rund um den Lübecker Flughafen zeitweise lauter. Hintergrund ist die Luftwaffe-Übung am Flughafen Lübeck, bei der Starts und Landungen mit Kampfflugzeugen trainiert werden. Die Trainingsflüge finden in diesem Zeitraum täglich statt, sodass Anwohner in der Umgebung mit deutlich hörbaren Betriebsphasen rechnen müssen.
Nach Angaben der Luftwaffe sind dafür Soldaten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ aus Laage in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Geübt werden vor allem Abläufe rund um Start und Landung, also das sichere An- und Abfliegen sowie die Einbindung in die Abläufe vor Ort. Gleichzeitig wird geprüft, wie sich militärische Prozesse in zivile Bereiche einbinden lassen – am Beispiel der Infrastruktur am Lübecker Flughafen.
Den Mitteilungen zufolge sind zivile Flughäfen im Ernstfall wichtige Start- und Landemöglichkeiten für die Luftwaffe. Genau dieses Szenario soll mit dem Übungsvorhaben erprobt werden, um im Verteidigungsfall vorbereitet zu sein. Der Titel lautet „Dispersed Operations 2026“, was als „Verteilte Operationen“ übersetzt wird. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen zu stärken und die Verteidigungsfähigkeit im Ernstfall realitätsnah zu üben.
Als Begründung verweist die Luftwaffe auf aktuelle Konflikte, die ein flexibles Agieren der Streitkräfte erforderlich machten. Zudem unterstreiche die Übung die Bedeutung gemeinsamer Verteidigung in Europa, heißt es. Der Flughafen Lübeck geht nach seinen Angaben davon aus, dass es im regulären Flugverkehr keine Einschränkungen geben soll.
Anwohner und Reisende sollten sich daher vor allem auf mögliche Lärmbelastung in der Umgebung einstellen, während der normale Betrieb nach den Angaben weiterläuft. Wer in den Tagen am Flughafen unterwegs ist, kann zusätzlich mit sichtbaren militärischen Abläufen auf dem Gelände rechnen.
Mehr Beiträge für Lübeck und Umgebung findet ihr hier: Mehr Beiträge
Photo Credits: AdobeStock_1803783407
Adresse: Lübeck
Website: PM
