Brot und Reste belasten Tiere und Gewässer
Wasservögel und Fische nicht füttern: Mit Beginn des Frühlings appelliert die Hansestadt Lübeck an Anwohner und Gäste, Enten, Schwäne und andere Tiere an und in Gewässern in Ruhe zu lassen. Nach Angaben der Stadt steht dahinter das Motto, die Natur sich selbst zu überlassen, statt mit gut gemeinten Futtergaben einzugreifen.
Als Hauptproblem nennt die Stadt ungeeignetes Futter. Vor allem Brot und Essensreste seien nicht artgerecht und könnten bei Wasservögeln zu Mangelerscheinungen, Krankheiten sowie einer höheren Anfälligkeit für Parasiten führen. Gleichzeitig ziehe das Füttern unnatürlich viele Tiere an, was Stress, Aggressionen und verändertes Verhalten begünstigen könne.
Auch die Gewässer selbst würden belastet. Nicht gefressenes Futter könne auf den Grund sinken und Faulschlamm fördern. Laut Darstellung der Stadt kann die zusätzliche Nährstoffbelastung zudem das Algenwachstum ankurbeln, wodurch der Sauerstoffgehalt sinkt. Das werde für Fische und andere Wasserlebewesen zur Gefahr und könne im Extremfall zu Fischsterben beitragen.
Hinzu kommen mögliche Folgen für Menschen. Die Stadt verweist darauf, dass verunreinigtes Wasser Infektionen begünstigen kann, etwa Magen-Darm-Erkrankungen oder Hautreaktionen wie Juckreiz. Insgesamt werde durch regelmäßiges Füttern die natürliche Balance in den Lebensräumen nachhaltig gestört.
Die Hansestadt Lübeck weist außerdem darauf hin, dass das Füttern von Wildtieren in diesem Zusammenhang als Ordnungswidrigkeit gilt und mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann. Stattdessen empfehle die Stadt, Tiere zu beobachten und die Natur bewusst zu erleben, da die Gewässer ausreichend natürliche Nahrungsquellen bieten.
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