Polizei Festnahme

Trickbetrug im Raum Lübeck: 3 Männer in Haft

Tatverdächtige aus Bocholt sitzen in U-Haft

Im Raum Lübeck sind falsche Polizeibeamte festgenommen worden: Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein griffen zu. Festgenommen wurden drei Männer aus Bocholt in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des LKA sind zwei von ihnen 23 Jahre alt, der dritte 29. Sie sollen eine 86-jährige Frau mit der Masche „falsche Polizei“ um mehrere Krügerrandmünzen im Wert von rund 30.000 Euro gebracht haben.

Den Ermittlern zufolge bauten die Anrufer am Telefon eine Legende auf und suggerierten, in der Umgebung der Seniorin sei eine Diebesbande aktiv. Außerdem hätten sie behauptet, die Wertsachen seien bei der Bank nicht sicher. Die Geschädigte soll daraufhin die Münzen von der Bank nach Hause geholt haben. Für die vermeintliche Sicherstellung legte sie die Wertsachen den Angaben zufolge in einen Kochtopf, damit sie abgeholt werden konnten.

Nach Mitteilung kamen die Tatverdächtigen jedoch nicht weit. Durch vorangegangene Ermittlungen und Observationsmaßnahmen habe das LKA das Trio bereits im Blick gehabt. Nach der Tat am 30. März 2026 seien die Männer in ihrem Fahrzeug auf dem Weg in Richtung Hamburg gestoppt worden. Dort erfolgte die vorläufige Festnahme.

Nach der Vorführung beim Amtsgericht Lübeck befinden sich die drei Männer nach Angaben der Behörde inzwischen in Untersuchungshaft. Einer der Tatverdächtigen habe die deutsche Staatsbürgerschaft. Ein weiterer Mann sei deutsch-libanesischer Staatsangehöriger. Zur Nationalität des dritten Mannes lägen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

Das Landeskriminalamt prüft nach eigenen Angaben, ob den Festgenommenen weitere ähnlich gelagerte Fälle zugeordnet werden können. Rückfragen zur Meldung nimmt die Pressestelle des LKA Schleswig-Holstein unter 0431/160-40130 oder per E-Mail an Presse.Kiel.LKA@Polizei.LandSH.de entgegen.

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