Polizei ermittelt wegen Rennens und Gefährdung
Ein Unfall nach mutmaßlichem Fahrzeugrennen hat am späten Donnerstagabend, 5. März 2026, in Lübeck-Kücknitz geendet. Nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck missachtete ein Autofahrer aus Finnland auf der B75 in Richtung Travemünde Geschwindigkeitsbegrenzungen. An der Abfahrt zum Skandinavienkai kam der schwarze BMW in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke.
Gegen 23:30 Uhr seien Polizeibeamte auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, das zuvor mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit auf der A226 in Richtung Travemünde fuhr. Um eine Kontrolle durchzuführen, folgte die Streife dem BMW auf die B75. Der Fahrer habe die Fahrt bis zur Ausfahrt Skandinavienkai weiterhin mit hohem Tempo fortgesetzt. Ersten Schätzungen zufolge lag die Geschwindigkeit bei etwa 200 km/h.
In der Ausfahrt habe der BMW mutmaßlich aufgrund der Geschwindigkeit die Kontrolle verloren, eine Verkehrsinsel überfahren und die Schutzplanke getroffen. Das Auto sei anschließend zum Stehen gekommen. Der 22-jährige Fahrer mit finnischer Staatsangehörigkeit blieb nach Polizeiangaben unverletzt.
Am BMW entstand Totalschaden. Zudem wurde die Leitplanke über eine Strecke von etwa 50 Metern aus der Verankerung gerissen und stark verbogen. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf über 100.000 Euro. Der Mann habe sich selbstständig um die Entfernung des Fahrzeugs gekümmert.
Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein. Tests auf Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum verliefen den Angaben zufolge negativ. Rückfragen zur Meldung nimmt die Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck unter 0451 / 131 – 2005, per Fax an 0451 / 131 – 2019 oder per E-Mail an Pressestelle.luebeck.pd@polizei.landsh.de entgegen.
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