Lübeck verliert seine Neutralität
In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf ein dramatisches Jahr für Lübeck: 1806. Die Stadt, bis dahin neutral und unabhängig, wurde in die Wirren der napoleonischen Kriege hineingezogen – mit weitreichenden Folgen.
Die Schlacht bei Lübeck und ihre Folgen
Am 6. November 1806 kam es in und um Lübeck zu heftigen Kämpfen zwischen preußischen Truppen unter General Blücher und französischen Einheiten unter Marschall Bernadotte. Blücher, auf der Flucht vor den Franzosen, suchte Schutz in der freien Reichsstadt Lübeck, obwohl diese offiziell neutral war.
Die Entscheidung erwies sich als fatal: Die Franzosen griffen die Stadt an, durchbrachen die Verteidigung und lieferten sich Straßenkämpfe mit den Preußen. Dabei wurde die Stadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Zahlreiche Gebäude, darunter Kirchen und Klöster, wurden beschädigt oder geplündert, viele Zivilisten kamen ums Leben oder wurden verletzt.
Nach der Kapitulation der preußischen Truppen am 7. November 1806 besetzten die Franzosen Lübeck – ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der Hansestadt, die ihre Neutralität verlor und unter französischer Verwaltung stand.
