Kreuzwegstationen als Mahnmal
Die erste Station: Der Monolith
Die erste Station des Kreuzwegs markiert den Beginn von Jesu Leidensweg und befindet sich an der Nordmauer von St. Jakobi. Hier steht eine abstrakte Stahlplastik, die von Winni Schaak erschaffen wurde. Mit ihrer reduzierten Form und der spielerischen Perspektive zieht sie die Aufmerksamkeit auf sich. In der Frontalansicht wirkt sie massiv, in der Seitenansicht jedoch schmal und elegant. Die verzerrten symmetrischen Formen regen den Betrachter zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den christlichen Werten an. Als Teil des Kreuzwegs und zugleich als Mahnung soll diese Skulptur dazu anregen, den fundamentalen ethischen Werten stets treu zu bleiben.
Skulpturen des Kreuzwegs
Im Jahr 2013 wurde in Lübeck das Bildhauersymposium „Kreuzwege“ ins Leben gerufen, um den historischen Kreuzweg mit modernen Skulpturen zu bereichern. Ursprünglich im 15. Jahrhundert von Hinrich Konstin errichtet, geriet der Kreuzweg mit der Zeit in Vergessenheit. In den 1990er Jahren begann eine Gruppe Gläubiger, den Kreuzweg wieder zu begehen. Ziel war es, die zerstörten Stationen zu rekonstruieren, was zur Schaffung von fünf modernen Stelen führte. Künstler wie Winni Schaak, Frede Troelsen, Karin van Ommeren und Jo Kley gestalteten die Skulpturen, die Werte wie Toleranz, Nächstenliebe und Zivilcourage symbolisieren.
Ein Denkmal für die Werte von heute
Die Stationen des Kreuzwegs und der Märtyrerweg erinnern nicht nur an historische Ereignisse, sondern regen dazu an, wichtige Werte in der modernen Welt zu bewahren.
Photo Credits: A.S
Adresse: Jakobikirchhof, St. Jakobi
Website: Kunst im öff. Raum Lübeck
