Brunnen

Brunnen Sod und Gerichtslaube Burrecht

Ein Kunstwerk mit historischem Bezug

Der Koberg in Lübeck, einst Marktplatz und Schauplatz öffentlicher Gerichtssitzungen, wurde in den 1990er Jahren neu gestaltet. Das Architekturbüro Meyer Fleckenstein schuf mit der Gerichtslaube „Burrecht“ und einer Rekonstruktion des mittelalterlichen Sodbrunnens zeitgenössische Interpretationen historischer Bauwerke, die das „Marktleben im Mittelalter“ lebendig halten.

Umgestaltung des Kobergs

Vom 14. bis zum frühen 19. Jahrhundert war der Koberg ein bedeutender Marktplatz. Hier trafen sich Landbevölkerung und Händler, um Waren zu tauschen. Auch die Rechtsstreitigkeiten wurden hier öffentlich verhandelt. Um den Witterungen zu entkommen, errichteten die Menschen Gerichtslauben. Diese waren überdacht, jedoch zu den Seiten offen, sodass die Gerichtssitzungen für alle sichtbar und zugänglich waren. Diese Tradition wurde in der modernen Umgestaltung des Platzes aufgegriffen und neu interpretiert.

Stahlskulptur

Die Gerichtslaube Burrecht

Im Jahr 1636 wurde eine kleine Gerichtslaube auf dem Koberg errichtet, die später im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Das Architekturbüro Meyer Fleckenstein entwarf eine moderne Version dieser historischen Laube, die in ihrer Form das ursprüngliche Bauwerk zitiert. Die neue Gerichtslaube bleibt zu den Seiten hin offen und hat ein markantes Pyramidendach. Sie verzichtet bewusst auf Wetterschutz, um das „Burrecht“ in seiner ursprünglichen Form zu symbolisieren.

Brunnen-Skulptur

Rückkehr der Skulptur: Kunst im Wandel

Nach Abschluss der Bauarbeiten am Europäischen Hansemuseum kehrte die Skulptur an ihren ursprünglichen Platz zurück. Dort bleibt sie ein eindrucksvolles Kunstwerk, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.

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Photo Credits: A.S

Adresse:     Koberg
Website:     Kunst im öff. Raum Lübeck

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