Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!
Wir leben in ernsten Zeiten und auch das Wetter zerrt an unseren Nerven. Daher habe ich mich entschieden, Euch diese Woche wieder eine Komödie ans Herz zu legen. Diesmal geht´s um den Klassiker „Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!“ aus dem Jahr 1981, in dem Bill Murray und Harold Ramis bereits mit Ghostbusters-Regisseur Harold Ramis zusammenarbeiteten.
Die Achtziger waren das Jahrzehnt von Regisseur Ivan Reitman, in dem er sogar Arnold Schwarzenegger das Comedy-Talent herauskitzeln konnte. Nach seiner Feriencamp-Komödie „Babyspeck und Fleischklößchen“, in der er bereits mit Comedy-Star Bill Murray zusammenarbeitete, holte er gleich noch dessen Kumpel Harold Ramis und Comedian John Candy mit ins Boot, um eine Farce über die US-Army zu verfilmen. Ihr Titel lautete „Stripes“ – bei uns in Deutschland „Ich glaub´, mich knutscht ein Elch!“ – was zum Geier?
John Winger (Bill Murray) ist ein Versager, wie er im Buche steht. An nur einem Tag verliert er durch Eigenverschulden seinen Job als Taxifahrer und wird daraufhin von seiner Freundin (Robert Leighton) verlassen. Gemeinsam mit seinem besten Freund Russell Ziskey (Harold Ramis), einem erfolglosen Englischlehrer für Einwanderer, beschließt er, sich der US Army anzuschließen. Doch die Grundausbildung stellt für die beiden Freunde eine größere Herausforderung dar, als erwartet, was nicht zuletzt Johns großem Mundwerk zu verdanken ist. Und so gerät er immer wieder mit seinem Ausbilder Sergeant Hulka (Warren Oates) aneinander. Doch auch die Kameraden (u.a. John Candy und Judge Reinhold) von John und Russell entpuppen sich als zwar nette, aber durchaus schlichte Gemüter, mit denen wohl kein Krieg zu gewinnen ist.
Wenn es hingegen ums Party machen außerhalb der Dienstzeit geht, dann sind die Jungs in ihrem Element. So verwundert es auch nicht, dass John und Russell schnell Sympathien hegen zu den beiden Militärpolizistinnen Stella Hansen (P.J. Soles) und Louise Cooper (Sean Young), die sie immer wieder aufgabeln, wenn die beiden Herren mal wieder Mist gebaut haben. Als eines Tages Seargent Hulka bei einem Training verletzt wird, sieht der unfähige und unsympathische Kommandeur Captain Stillman (John Larroquette) seine große Stunde gekommen. Doch John und seine Freunde ehren ihren verletzten Seargent, indem sie sich bei einer Militärparade von ihrer besten Seite zeigen. Dadurch erhalten sie überraschend den Auftrag, die Präsentation eines neuen, gepanzerten Militärfahrzeugs in Italien durchzuführen. Doch damit fängt das Chaos erst richtig an.
Meine erste Begegnung mit Bill Murray, Harold Ramis und Ivan Reitman fand im Februar 1985 an meinem 10. Geburtstag statt, an dem ich „Ghostbusters – Die Geisterjäger“ mit meinen Freunden im Kino sah. Etwa zwei Jahre später saß ich zur Wiederaufführung von Harold Ramis Vorgängerfilm „Babyspeck und Fleischklößchen“, ebenfalls mit Bill Murray, ebenfalls im Kino. Damals, ich befand ich kurz vor dem Einsatz der Pubertät, war mir der Film allerdings noch zu zotig. Selbiges galt um ein Vielfaches bei „Ich glaub´, mich knutscht ein Elch!“, als ich diesen im Heimkino sah. Ich glaube, ich habe ihn damals schon nach wenigen Minuten ausgeschaltet. Heute kann ich deutlich besser mit dieser Art von Humor. Der Film ist zotig, aber witzig und Sean Young und die süße P.J. Soles („Halloween – Die Nacht des Grauens“), deren Karriere hiernach leider nicht mehr durchstarten konnte, zeigen nicht nur schauspielerisch, was sie zu bieten haben. Nice. Die Karrieren von Bill Murray, Harold Ramis und Ivan Reitman hingegen sollten in den Folgejahren erst so richtig in Schwung kommen.
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