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Arbeitsmarkt SH: Bilanz 2025 und Ausblick 2026

Beschäftigung steigt, Arbeitslosigkeit auch

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kiel am 26. Januar 2026 zogen die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, der DGB Nord und UVNord Bilanz und skizzierten den Ausblick. Im Mittelpunkt stand die Arbeitsmarkt Schleswig-Holstein Bilanz 2025. Demnach zeigte sich der Arbeitsmarkt unter schwierigen Rahmenbedingungen robust, zugleich nahmen einzelne Belastungen spürbar zu.

Nach Angaben der Regionaldirektion war 2025 ein Beschäftigungsrekord zu verzeichnen. In Schleswig-Holstein waren 1.062.800 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Plus von 4.300 oder 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings stieg auch die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich 2025 zu 2024 um 3.400 Personen, was einem Zuwachs von 3,7 Prozent entspricht. Zudem meldeten Betriebe 54.400 neue sozialversicherungspflichtige Stellen, ein Plus von 1.000 beziehungsweise 1,9 Prozent; zum Jahresende standen 22.000 Stellen im Bestand.

Der DGB Nord bewertete die Entwicklung differenziert. Schleswig-Holstein habe in der Krise von einer kleinteiligen Wirtschaftsstruktur und weniger anfälligen Branchen wie Nahrungsmittelindustrie und Medizintechnik profitiert. Dennoch liege die Arbeitslosenquote weiterhin über dem Niveau südlicher Bundesländer. Daraus leite der Verband den Auftrag ab, Chancen breiter zu öffnen und strukturelle Schwächen gezielt zu adressieren.

Von Arbeitgeberseite wurde auf die konjunkturelle Abkühlung verwiesen. UVNord sprach von nachlassender Dynamik und fehlenden Impulsen aus der Bundespolitik. Zugleich bekräftigte die Regionaldirektion für 2026 einen vorsichtig positiven Ausblick: Es werde mit mehr Beschäftigung und einem demografisch bedingten leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit gerechnet. Außerdem sollen Qualifizierung, faire Erwerbsmigration und eine schnellere Integration in Arbeit Schwerpunkte bleiben.

In der Debatte um Fachkräftesicherung plädierten die Partner für pragmatische Weichenstellungen – von Anwerbung im Ausland über Aktivierung von Langzeitarbeitslosen bis zur Stärkung dualer Ausbildung. Laut Veranstaltern stammen alle Zahlen und Einschätzungen aus der heutigen Pressekonferenz in Kiel. Mehr Beiträge für Lübeck und Umgebung findet ihr hier: Mehr Beiträge

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