Vom Neubau zur neoklassizistischen Siedlung
Die Steinstraße in Lübeck wurde 1891 im Jakobi-Quartier der Altstadt angelegt und stellt eine Ausnahme unter den Lübecker Straßen dar: Sie ist eine der wenigen, die keine mittelalterlichen Vorgänger aufweist. Vor ihrer Entstehung befand sich an dieser Stelle weder ein Gang noch ein Wohnhof. Für die Anlage wurde das Gebäude Wakenitzmauer 100 abgerissen, und die Hausnummerierung wurde angepasst – so folgt direkt nach der Nummer 98 auf der rechten Seite die Nummer 102 auf der linken Seite.
Der Straßenname „Steinstraße“ könnte auf den Bauunternehmer J. F. E. Steinfass zurückzuführen sein, der möglicherweise mit dem Bauprojekt in Verbindung stand.
Die Bebauung der Steinstraße erfolgte nach einem einheitlichen Plan und besteht aus schlichten, neoklassizistischen Wohnhäusern. Diese Architektur spiegelt den Zeitgeist des späten 19. Jahrhunderts wider und trägt zur historischen Vielfalt der Lübecker Altstadt bei.
Heute ist die Steinstraße ein Beispiel für die städtebauliche Entwicklung Lübecks im ausgehenden 19. Jahrhundert und ein bedeutendes Zeugnis der neoklassizistischen Architektur in der Hansestadt.
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