Lübeck – I’m back. For good?
Lübeck, altes Haus – ich bin wieder da.
Hab mir eine Pause genommen. Nicht, um Abstand zu gewinnen,
sondern um mir anzusehen, was das letzte Jahr mit mir gemacht hat.
Mit uns.
Es war ein Auf und Ab.
Nicht laut. Nicht dramatisch.
Leise. Zäh. Ermüdend. Nervenaufreibend.
Bei meiner ersten Vernissage habe ich hundert Menschen eingeladen.
Siebenundachtzig sind nicht gekommen.
Menschen, die ich kannte.
Menschen, die ich nicht kannte.
Menschen, die mir geschrieben haben, wie spannend sie das finden.
Wie wichtig. Wie gut.
Ein „Ich komme zu neunzig Prozent“.
Ein „Ich komme auf jeden Fall“.
„Was für eine tolle Idee.“
„Da bin ich auf jeden Fall dabei.“
Und genau dieses unverbindliche Dazwischen ist es, was für mich schwer zu ertragen ist.
Dieses Mit-einem-Spielen.
Worte, die nach Nähe klingen
und am Ende folgenlos bleiben.
Ignoriert zu werden.
Ich merke, wie traurig mich das macht.
Nicht, weil mir jemand etwas schuldet.
Sondern weil ich ihnen Bedeutung gegeben habe.
Aber, Lübeck: Ich habe trotzdem weitergemacht.
Nicht aus Trotz.
Sondern weil ich geglaubt habe,
dass man hier nur lange genug still stehen muss,
bis man irgendwann wahrgenommen wird.
Wie du siehst, steh ich noch immer hier.
Und ja, Lübeck – vielleicht bin ich darin tatsächlich fast genauso stoisch wie du.
Ich habe auch 2026 Ideen. Lust. Und die Bereitschaft, mich einzulassen.
Nicht, um recht zu haben.
Sondern um ins Gespräch zu kommen.
Nicht mit allen.
Sondern mit denen, die neugierig genug sind,
ein echtes Gespräch auszuhalten.
Wenn du dazugehören willst,
melde dich: alex@iwrotethisshit.com
Alles andere kennen wir schon.
Über den Autor
Alexander Lachmann, bringt Kunst und Worte oder beides auf neue Bühnen. Eigentlich Creative Director für Text und Konzept, also Werber. Aber eben auch Künstler. Ideenmensch. Beobachter.
Auf seiner Website iwrotethisshit.com zeigt er Arbeiten aus der Werbung. Seine Kunst-Website alexanderlachmann.de zeigt seine Kunst. Logisch. Seine Kolumnen hier sind spitz, pointiert und manchmal so gnadenlos ehrlich, dass sie fast schon wehtun – aber immer mit Charme.
Kurz gesagt: Einer, der Worte ernst nimmt. Und gleichzeitig leicht genug, um sie fliegen zu lassen.
Photo Credits: Alexander Lachmann
Websites: iwrotethisshit.com | alexanderlachmann.de
