Wirbel

„Doppelhelix“ von Hugo Kükelhaus

Kunst und Wahrnehmung

Hugo Kükelhaus widmete sein Leben der Erforschung der menschlichen Sinne. Als Philosoph, Pädagoge und Handwerker entwickelte er Spiel- und Lerngeräte, um die Wahrnehmung zu fördern. Mit seinem „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ schuf er 1975 eine interaktive Ausstellung, die Menschen ein bewusstes Erleben natürlicher Gesetzmäßigkeiten ermöglichte. Eine der bedeutendsten Stationen dieses Konzepts ist die Doppelhelix.

Die Symbolik der Doppelhelix

Die Aluminiumskulptur stellt eine unaufhörliche Bewegung dar und symbolisiert den kontinuierlichen Fluss des Lebens. Zwei Stränge winden sich spiralförmig auf- und abwärts und verdeutlichen das ständige Werden und Vergehen aller Dinge. Diese Dynamik spiegelt die natürlichen Gegensätze wider, die das Leben prägen – Aufstieg und Fall, Entstehen und Vergehen. Durch ruhige Betrachtung erschließt sich die harmonische Verbindung der gegensätzlichen Bewegungen, die in einem stetigen Rhythmus ineinander übergehen.

Windskulptur

Kükelhaus’ Werdegang

Nach seinem Abitur absolvierte Kükelhaus eine Schreinerlehre und bereiste Europa, bevor er Soziologie, Philosophie und Mathematik studierte. In den 1930er Jahren entwarf er Holzspielzeuge für Kleinkinder, die bis heute produziert werden und die frühkindliche Wahrnehmung fördern. Ab den 1960er Jahren konzentrierte er sich verstärkt auf Sinnesforschung und entwickelte interaktive Erlebnisräume, die Menschen dazu anregen, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und mit allen Sinnen zu erfassen.

Windskulptur

Ein bleibendes Erbe

Kükelhaus’ Ideen beeinflussen bis heute Architektur, Bildung und Stadtplanung. Seine Erfahrungsfelder sind in vielen Städten erlebbar und zeigen, wie eng Sinneswahrnehmung und Naturgesetze miteinander verbunden sind. Sein Werk bleibt lebendig.

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Photo Credits: A.S

Adresse:    Rudolf-Groth-Straße, Drägerpark, St. Gertrud
Website:     Kunst im öff. Raum Lübeck

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