Todesmarsch

Gedenkstele Todesmarsch I von Wolf Leo

Ein Mahnmal für die Opfer

Wolf Leo, ein Berliner Künstler, schuf 1999 die Gedenkstele „Todesmarsch I / Wegzeichen – Lehm Beton Projekt“. Sie ist eine von zwölf Stelen, die den Todesmarsch von KZ-Häftlingen im April 1945 nachzeichnen. Der Marsch führte von Lübeck über mehrere Städte bis nach Neustadt in Holstein, wo die Gefangenen in KZ-Schiffen festgesetzt wurden. Bei einem britischen Luftangriff auf die Schiffe starben mehr als 7.000 Menschen, darunter viele aus dem Lübecker Treck.

Symbolik der Stelen

Leo und 15 Jugendliche aus verschiedenen Ländern, darunter Polen, Tschechien und Weißrussland, erschufen die Stelen im Rahmen eines Sommercamps. Die Stelen bestehen aus Beton, Tonplatten und Figuren, die die Leidenswege der Gefangenen symbolisieren. Die aufrecht stehenden Platten dienen als Orte des Gedenkens und Nachdenkens. Sie erinnern an die Verantwortung der Nachwelt, solches Unrecht zu verhindern, und mahnen, die Schuld der Täter niemals zu vergessen.

Gedenkstele

Ein Appell an die Erinnerung

Wolf Leo hat mit seinen Stelen ein bleibendes und kraftvolles Werk geschaffen, das nicht nur die dunkle Vergangenheit widerspiegelt, sondern auch zur Verantwortung und Achtsamkeit für die Zukunft anregt. Die Gedenkstele fordert die Betrachter auf, sich der Geschichte bewusst zu werden und aktiv dazu beizutragen, dass solches Leid niemals wiederholt wird. Sie erinnern uns an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und mahnen uns, die Verantwortung für eine gerechtere und friedlichere Welt zu übernehmen.

Gedenkstele

Mahnung zu Erinnerung

Die Gedenkstele bleibt ein kraftvolles Mahnmal, das die Verantwortung der Nachwelt verdeutlicht und zum Erinnern an die Opfer des Todesmarsches anregt.

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Photo Credits: A.S

Adresse:    Burgtorbrücke, Ecke Fährstraße, St. Gertrud
Website:     Kunst im öff. Raum Lübeck

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