Bergende

Heinrich Brand: Die Bergende

Bewegendes Denkmal

Heinrich Brand, geboren 1942 in Lübeck, schuf 1988 die Skulptur Die Bergende als eindrucksvolles Denkmal auf dem Zentralgelände der Vorwerker Diakonie. Diese Bronzeplastik stellt eine junge Mutter dar, die ihr Kind in einer beschützenden Haltung fest in den Armen hält. Sie erinnert an das tragische Ereignis des 16. September 1940, als zehn Menschen aufgrund ihrer jüdischen Abstammung und Behinderung von den Nazis abgeholt und getötet wurden. Die Inschrift am Denkmal verweist auf diese Opfer und zitiert Jesaja 43,1, was die symbolische Bedeutung der Skulptur noch verstärkt.

Symbolik der Bergenden

Die Bergende zeigt eine sanfte und geschützte Darstellung von Mutterliebe. Die Mutter ist in einer ruhigen, zusammengekauerten Haltung dargestellt, die mit ihrer zärtlichen Geste der Geborgenheit spricht. Die zarten Linien und die sanften Formen der Figuren erinnern an den Stil von Fernando Botero und strahlen eine warme, schützende Atmosphäre aus. Trotz der Ruhe und Neutralität der Figuren bleibt die Bedeutung der Skulptur tief emotional und berührend.

Bronzeskulptur

Biografie von Heinrich Brand

Heinrich Brand studierte von 1966 bis 1971 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Gustav Seitz. Ein Auslandsstipendium führte ihn nach Griechenland, wo er seine künstlerischen Fähigkeiten weiterentwickelte. Als Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler und in der Gemeinschaft Lübecker Künstler lebte und arbeitete Brand als freischaffender Künstler in Lübeck. Ein Großteil seiner Werke ist im öffentlichen Raum von Lübeck zu finden.

Bronzeskulptur

Mahnmal und Aufruf

„Die Bergende“ vermittelt eine tiefgehende Botschaft von Schutz und bedingungsloser Liebe. Die Skulptur erinnert an den Mut und das Opfer, das für das Wohl anderer gebracht wird.

Mehr News aus Lübeck und Umgebung findet ihr hier: Alle Beiträge

Photo Credits: A.S

Adresse: Triftstraße 139-143, Gelände Diakonie Nord-Nord-Ost
Website: Kunst im öff. Raum Lübeck

Comments are closed.