Unternehmerisches Erbe und Verkehrsader
Die Possehlstraße in Lübeck ist nach dem Unternehmer und Mäzen Emil Possehl (1850–1919) benannt. Emil Possehl war ein bedeutender Lübecker Kaufmann, der 1847 das Unternehmen L. Possehl & Co. gründete und es zu einem international tätigen Industrieimperium ausbaute. Nach seinem Tod vermachte er sein Unternehmen testamentarisch der Possehl-Stiftung, die bis heute als alleinige Gesellschafterin fungiert und gemeinnützige Projekte in Lübeck fördert.
Die Possehlstraße wurde 1920 auf dem ehemaligen Bahndamm der Lübeck-Büchener Eisenbahn angelegt, deren Gleise hier bis 1908 zum alten Hauptbahnhof führten. Zum Gedenken an Emil Possehl erhielt die Straße seinen Namen, der 1926 offiziell bestätigt wurde.
Heute verbindet die etwa 1,65 Kilometer lange Straße den Berliner Platz mit dem Holstentorplatz und ist Teil der Bundesstraßen 75 und 207. Sie führt unter anderem über die Possehlbrücke, die den Elbe-Lübeck-Kanal überspannt, und die Wallbrücke, die die Verbindung zwischen Trave und Stadtgraben darstellt.
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