Forschung

DFG finanziert neuartigen MPI-Scanner für Lübeck

Multimodal verbindet Bildgebung und Therapie

Am 15. Dezember 2025 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Weg für den MPI-Scanner Lübeck personalisierte Diagnostik freigemacht. Die Universität zu Lübeck erhält rund 4,3 Millionen Euro für einen neuartigen präklinischen Scanner, der Magnetic Particle Imaging mit Computertomographie und Hyperthermie verknüpft. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, und dem Fraunhofer IMTE soll die Entwicklung die klinische Anwendung beschleunigen.

Magnetic Particle Imaging bildet magnetische Nanopartikel in Echtzeit ab und ergänzt etablierte Verfahren. In Lübeck verbindet das System MPI mit CT für präzise Anatomie und integriert zugleich Hyperthermie, also die gezielte Erwärmung von Partikeln im Gewebe. Dadurch werden Gefäße, Entzündungen und Tumoren früh und exakt sichtbar. Zugleich entstehen therapeutische Optionen wie das kontrollierte Schädigen von Tumorzellen oder die lokale Freisetzung von Wirkstoffen, während MPI die Verteilung und perspektivisch auch die Temperatur der Partikel überwacht, wie die Projektpartner erläutern.

Den Angaben zufolge erhielt das Konzept in der internationalen Begutachtung Bestnoten. Der Antrag unter Koordination von Prof. Thorsten Buzug überzeugte wissenschaftlich wie in der Ausarbeitung. Lübeck vereine besondere MPI-Expertise, langjährige Geräteentwicklung und ein breites klinisches Umfeld. Beiträge aus der Region hätten das Feld seit den Anfängen geprägt, weshalb die Prüfungsgruppe dem Standort eine führende Rolle zuschrieb.

Positiv fiel zudem die Einbindung vieler junger Forscher aus verschiedenen Disziplinen auf sowie enge Kooperationen mit Partnern in Hamburg, Erlangen, Rostock, Greifswald, Bayreuth und Karlsruhe. Insgesamt soll das Vorhaben die nächste Entwicklungsstufe der Technologie einleiten: von der präklinischen Forschung zur klinischen Umsetzung, mit einer personalisierten Onkologie, in der Diagnose, Therapie und KI-gestützte Analysen eng verzahnt sind. Damit rückt der MPI-Scanner Lübeck personalisierte Diagnostik näher an den Patientenalltag.

Für Rückfragen stehen Prof. Thorsten Buzug (Universität/Fraunhofer IMTE), PD Dr. Franz Wegner (UKSH) und Dr.-Ing. Mandy Ahlborg (Fraunhofer IMTE) per Mail unter den im Material genannten Adressen zur Verfügung. Mehr Beiträge für Lübeck und Umgebung findet ihr hier: Mehr Beiträge

Photo Credits: AdobeStock_1382248850

Adresse: Lübeck
Website: PM

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