Kino

Nordische Filmtage: Preise der 67. Ausgabe

Festivalnacht ehrt Filme, Teams und junge Talente

Bei der festlichen Filmpreisnacht im Theater Lübeck wurden die Preisträger:innen der 67. Nordischen Filmtage Lübeck bekanntgegeben. Moderatorin Loretta Stern führte durch den Abend, an dem elf Preise im Gesamtwert von 67.500 Euro vergeben.

Bereits zur Eröffnung am 5. November war der norwegische Regisseur Bent Hamer mit dem undotierten Ehrenpreis des Festivals gewürdigt worden; zudem wurden zwei Drehbuchstipendien an Laurens Pérol sowie an das Team Kristina Dreit und Felix Röben übergeben. Das Lübecker Drehbuchstipendium wird um drei weitere Jahrgänge fortgeführt, mit einer Fördersumme von insgesamt 465.000 Euro.

Unter den Gästen der Preisverleihung befanden sich zahlreiche internationale Filmschaffende sowie Vertreter:innen aus Politik und Diplomatie. Genannt wurden der stellvertretende Stadtpräsident Peter Petereit, Bürgermeister Jan Lindenau und die Senatorin für Kultur und Bildung, Monika Frank. Ebenfalls anwesend waren Giedrius Puodžiūnas, Botschafter der Republik Litauen, Thomas Prey, Honorarkonsul der Republik Finnland in Kiel, und Mirko Schönfeldt, Honorarkonsul der Republik Lettland.

Der höchstdotierte NDR-Filmpreis (12.500 Euro) ging an die dänische Produktion Second Victims (Det Andet Offer) von Zinnini Elkington. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der dichten Erzählweise und starken schauspielerischen Leistungen. Gabrielė Urbonaitė erhielt für Renovation (Renovacija) zwei Auszeichnungen: den Preis des Freundeskreises für das beste Spielfilmdebüt (7.500 Euro) sowie den Kirchlichen Filmpreis INTERFILM (5.000 Euro).

Aus der Sektion Spielfilme wurde der Baltische Filmpreis für einen Nordischen Film (5.000 Euro) an John Skoog für Redoubt (Värn) vergeben. Der Publikumspreis der Nordischen Filmtage Lübeck, gestiftet von DIE GEMEINNÜTZIGE und mit 7.500 Euro dotiert, ging an Eirik Svensson für Safe House (Før Mørket). Im Dokumentarfilmwettbewerb erhielt Mr. Nobody Against Putin den von ver.di, Bezirk Lübeck/Süd-Ostholstein, gestifteten Dokumentarfilmpreis (5.000 Euro); Regisseur David Borenstein nahm die Auszeichnung persönlich entgegen.

In der Kurzfilmsparte wurden mehrere Werke geehrt. Der CineStar-Preis für den besten Kurzfilm in der Sektion Filmforum (5.000 Euro, gestiftet von der CineStar-Gruppe) ging an Die Stimme des Ingenieurs (The Engineer’s Voice) von André Siegers. Eine Lobende Erwähnung erhielt Mama Micra von Rebecca Blöcher. Der Preis für den besten nordischen und baltischen Kurzfilm (5.000 Euro, gestiftet von den Stadtwerken Lübeck) ging an Saarlotta Virri für Memories move like Distant Islands (Muistot liikkuvat kuin kaukaiset saaret); eine weitere lobende Erwähnung sprach die Jury für Poor Me (Stakkars Meg) von Liv Joelle Barbosa Blad aus.

In der Kinder- und Jugendsektion Young Audience vergab die Kinderjury den von der Hansestadt Lübeck gestifteten Kinderjury-Preis (5.000 Euro) an Honey von der dänischen Regisseurin Natasha Arthy. Die Jugendjury, bestehend aus Lübecker Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren, zeichnete Kevlar Soul (Kevlarsjäl) von Maria Eriksson-Hecht mit ihrem, ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten, Preis aus. Den Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung (5.000 Euro) nahm Fanny Ovesen für Live A Little (Leva lite) entgegen.

Zum Abschluss dankte Bürgermeister Jan Lindenau dem Künstlerischen Leiter Thomas Hailer für sein Engagement und stellte dessen Nachfolgerin Hanna Reifgerst vor; auch Senatorin Monika Frank und Geschäftsführerin Susanne Kasimir schlossen sich an. Im Anschluss wurden alle Preisträger:innen sowie Preisstifter:innen auf die Bühne gebeten.

Die Nordischen Filmtage Lübeck brachten vom 5. November bis zum 9. November über 191 Filme in 226 öffentlichen Veranstaltungen auf die Lübecker Leinwände. Preise im Überblick: NDR-Filmpreis an Second Victims; Freundeskreis-Debütpreis an Renovation; Publikumspreis an Safe House; Kirchlicher Filmpreis an Renovation; Baltischer Filmpreis an Redoubt; Dokumentarfilmpreis an Mr. Nobody Against Putin; CineStar-Preis an Die Stimme des Ingenieurs; Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung an Live A Little; Preis der Kinderjury an Honey; Preis der Jugendjury an Kevlar Soul; Bester nordischer & baltischer Kurzfilm an Memories move like Distant Islands; Ehrenpreis an Bent Hamer.

Photo Credits: AdobeStock_75228084

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