Warnung Schockanrufe
Die Polizeidirektion Lübeck warnt aktuell vor einer neuen Welle von Schockanrufen in Lübeck, Stockelsdorf und Bad Schwartau. Am 2. September 2025 wurden seit dem Mittag bereits fünf solcher Betrugsversuche gemeldet. Da von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist, rechnet die Polizei mit weiteren Fällen. Bislang ist es jedoch zu keinem erfolgreichen Betrug gekommen.
Bei den Anrufen schildern die Betrüger einen angeblichen schweren Verkehrsunfall, in den enge Angehörige der Angerufenen verwickelt sein sollen. Um die angebliche Inhaftierung zu verhindern, fordern die Täter in der Rolle von falschen Amtspersonen Kautionszahlungen in Höhe von 30.000 bis 70.000 Euro. Durch diese Schocknachricht sollen die Angerufenen unter Druck gesetzt und zu schnellen, unüberlegten Handlungen gebracht werden.
Die Polizei macht deutlich, dass es sich bei diesen Anrufen ausschließlich um Betrugsversuche handelt. Echte Behördenmitarbeiter würden niemals am Telefon eine sofortige Zahlung hoher Summen verlangen oder Kautionen einfordern. Ziel der Täter ist es, das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie dazu zu bringen, Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen zu übergeben.
Um sich vor Schockanrufen zu schützen, gibt die Polizei wichtige Tipps: – Machen Sie am Telefon gegenüber unbekannten Anrufern keinerlei Angaben zu Wertgegenständen oder finanziellen Verhältnissen. – Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen. – Informieren Sie auch ältere Familienmitglieder, Freunde und Bekannte über die aktuelle Betrugsmasche. – Melden Sie verdächtige Beobachtungen oder Anrufe sofort der Polizei über die 110.
Die Polizei betont, dass schnelles Handeln im Verdachtsfall entscheidend ist, um Betrüger abzuschrecken und Ermittlungen zu unterstützen. Wer Zweifel hat, sollte sich im Gespräch nicht unter Druck setzen lassen, sondern auflegen und direkt die Polizei kontaktieren.
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