Doppeladler beim Buniamshof
Das „Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lübecker Turner“ von Hans Schwegerle erinnert an den Verlust, den die Lübecker Turnerschaft während des Ersten Weltkriegs erlitten hat, und an die Bedeutung des Vereins in der Geschichte Lübecks. Die Stele im Buniamshof steht als Symbol für diese Erinnerung.
Die Entstehung des Ehrenmals
In den frühen 1920er Jahren ließ die Lübecker Turnerschaft von 1854 das Ehrenmal errichten, um der im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder zu gedenken. Der Bildhauer Hans Schwegerle wählte eine schlanke, kegelförmige Stele aus Stein, die sich nach oben hin verjüngt. Im unteren Drittel meißelte er ein Kreuz und die Inschrift „IHREN / TOTEN / 1914 / 1919 / LVEBECKS / TVRNER“. Das Ehrenmal ist schlicht gehalten, doch die Spitze der Stele endet in einer Kugel, auf der der Doppeladler des Lübecker Stadtwappens thront.
Symbolik des Doppeladlers
Guillermo Steinbrüggen wurde 1952 in Vigo, Spanien, geboren und zog 1965 mit seiner Familie nach Deutschland. Von 1974 bis 1979 studierte er Bildhauerei an der Hochschule der Künste Berlin und schloss als Meisterschüler ab. In Spanien beschäftigte er sich zusätzlich mit Plakat- und Wandmalerei sowie Film- und Bühnenbildern.
Nach dem Studium vertiefte er seine Kenntnisse in Steinmetztechniken in Poio, Spanien, und kehrte 1985 nach Lübeck zurück. Dort richtete er sich ein Atelier auf dem Hof Kaninchenberg in Lübeck-Eichholz ein. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtete er und engagierte sich in kunstpädagogischen Projekten.
Ein Monument der Erinnerung
Das Ehrenmal von Hans Schwegerle steht heute als stiller Zeuge der Vergangenheit und als ein Symbol für die Bedeutung der Lübecker Turnerschaft im Ersten Weltkrieg.
Photo Credits: A.S
Adresse: Wallstraße, Sportplatz Buniamshof
Website: Kunst im öff. Raum Lübeck
