Roncalli Zirkus

Eben noch eingefroren, jetzt emotional aufgetaut.

Lübeck – so kenn ich dich ja gar nicht

Who the „F“ are you?!, wäre es mir fast herausgerutscht.
Und nein – so fängt man eigentlich keine Kolumne an.
Schon gar nicht, wenn das Geschehnis schon ein paar Tage her ist.
Aber: Ich bin immer noch nachhaltig geflasht.
Letzte Woche durfte ich das Circus-Theater Roncalli in Lübeck besuchen.
Toller Standort. Und schon beim Reingehen – durch den Eingang beim Café des Artistes – merkte ich:
Hier ist was anders.
Es war wie bei Mareike Amados „Mini Playback Show“.
Man geht durch die Zauberkugel und schwupps – ist man in einer anderen Welt.
(Okay, bei Mareike war ich nur vorm Fernseher dabei. Aber hier war ich wirklich drin.)
Eine Welt, die friedvoll, liebevoll, warmherzig ist.
Und gleichzeitig voller Power. Witz. Charme.
So ansteckend, dass sogar der „Frozen Lübecker“ auftaut.
Ja, wirklich. Eine Stunde lang haben wir geklatscht, gejohlt, gelacht – bis zur Pause.
Und danach ging’s einfach weiter.
Noch ne Stunde. Am Ende: stehende Ovationen.
Ich wusste gar nicht, dass Lübeck zu sowas im Stande ist.
Lübeck – mach weiter so. Auch außerhalb der Zauberwelt des Circus.
Nimm diese Energie. Diese Freude. Übertrag sie auf die anderen Frozen Lübecker.
Bring den Gefrierpunkt zum Kochen. (Darf man das heute noch sagen? Wegen Klima und so?)

Den Shitstorm nehme ich gerne in Kauf. Dann schreibt mir wenigstens auch mal jemand.

Über den Autor

Alexander Lachmann, Jahrgang 1982 ist kreativer Unternehmensberater – mit seinem eigentlich Titel Creative Director Text und Konzept kann ja kein normaler Mensch was anfangen. Alexander Lachmann erarbeitet Werbekampagnen. Er schreibt sie. Vom großen Dachgedanken bis zum kleinen Instagram-Post. Filme, Plakate, Flyer. Und jetzt auch diese Kolumne. Auf seiner Website www.iwrotethisshit.com gibt es einen Auszug seiner bisherigen Arbeiten.

Ende 2024 gründete er das Kunstprojekt www.einwortsagtmehralstausendbilder.de. Bereits Ende Januar 2025 konnte er seine erste eigene Ausstellung „Hashtagreality“ realisieren, die ab 15. Mai in Braunschweig beim Paritätischen Dienst hängt. Noch bis 30. Juni ist er im Übergangsraum heimisch – und danach auf der Suche nach einem neuen kreativen Ort.

Photo Credits: Alexander Lachmann

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