Drehbrücke Lübeck

Lübecker Brücken – Drehbrücke

Die Lübecker Drehbrücke ist ein beeindruckendes Beispiel für historische Ingenieursleistung: eine kombinierte Hub‑Drehbrücke mit hydraulischem Antrieb. Sie öffnet sich innerhalb weniger Minuten um bis zu 56° und ermöglicht so die Passage von Schiffen ohne den Straßenverkehr zu unterbrechen. 

Drehbrücke – Technische Spezialität am Museumshafen

Die Drehbrücke überquert die Trave an der Willy‑Brandt‑Allee und verbindet die Lübecker Altstadt mit der Wallhalbinsel. Sie wurde 1892 von der Gutehoffnungshütte errichtet und war Teil der von Ingenieur Peter Rehder geplanten Hafeninfrastruktur.

Die Konstruktion kombiniert Hub- und Drehmechanismus: Innerhalb von drei Minuten und mit Hilfe eines hydraulischen Systems – als Druckmittel dient Leitungswasser – kann sich die Brücke um bis zu 56 Grad drehen, um Schiffe passieren zu lassen. Das Bauwerk wiegt rund 350 Tonnen und ermöglicht den reibungslosen Verkehr über die Trave, während gleichzeitig der Schifffahrtsverkehr am Hafen gewährleistet ist.

Die Brücke war ursprünglich auch Teil der Hafenbahnlinie und konnte bis zum Stilllegen der Gleise 2014 sowohl Züge als auch Fahrzeuge befördern. Heute dient sie ausschließlich dem Straßenverkehr sowie Fuß‑ und Radnutzung und wird täglich von etwa 17 700 Fahrzeugen genutzt.

Mehr Beiträge rund um Lübeck findet ihr hier: Alle Beiträge

Photo Credits: AdobeStock_758112683

Comments are closed.