Filmtipp

Chrischis Filmtipp zum Wochenende

TERMINATOR 2 – TAG DER ABRECHNUNG

Als „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“, der wohl Beste aller Actionfilme, 1991 in den Lichtspielhäusern startete, löste ich gleich zweimal ein Kinoticket, so beeindruckt war ich von dem Streifen. Als der Film dann überraschend frühzeitig und ohne Vorankündigung in den Videotheken aufschlug, verbrachte ich Stunden vor dem Tresen und wartete darauf, ein zurückgegebenes VHS-Band leihen zu können, nur um den Film dann wenige Wochen später aus der Schütte gebraucht zu kaufen. Ein paar Jahre später gönnte ich mir dann das zukunftsweisende Medium Laser Disc und griff auch hier zur recht kostspieligen Scheibe, die ein völlig neues Qualitätsniveau auf meinem Röhrenfernseher präsentierte. Nach dem frühzeitigen Tod dieses Formats kam dann die DVD, später die Blu-ray und schließlich die 4K-Variante. Es ist an der Zeit, Euch dieses Meisterwerk ans Herz zu legen.

„Am 29. August 1997 endeten drei Milliarden Leben. Die Überlebenden des nuklearen Feuers nannten den Krieg den Tag des Jüngsten Gerichts. Sie überlebten nur um sich einem neuen Albtraum gegenüber zu sehen. Dem Krieg gegen die Maschinen…“

Wer den Film kennt, dürfte bei diesen Worten einen Gänsehautmoment erleben. Gesprochen wird diese Einleitung von Sarah Connor (Linda Hamilton), die keine schnarchigen Weltverbesserer-Popsongs trällert oder gar Nationalhymnen versaut. Stattdessen ist sie die Mutter des Anführers der menschlichen Resistance gegen die Roboterarmeen, John Connor (Edward Furlong). Dieser soll, nachdem ein erstes Attentat auf seine Mutter durch einen Terminator Modell T-800 misslang, von einer weit ausgefeilteren Tötungsmaschine, einem T-1000 (Robert Patrick), eliminiert werden. Dieses Modell, welches aus der Zukunft in die frühen 90er zurückgesendet wird, besteht aus Flüssigmetall und kann alle erdenklichen Formen annehmen, was die Identifikation der Tötungsmaschine deutlich erschwert. Zur Hilfe eilt dem, zum Zeitpunkt der Handlung gerade einmal 11-jährigen, Menschheitsretter ein weiterer, von ihm selbst in der Zukunft umprogrammierter, Terminator (Arnold Schwarzenegger). Dieser kann den Jungen schnell ausfindig machen, der Quecksilbermann ist ihm aber bereits einen Schritt voraus. Zwar können der Maschinenmann und der Junge entkommen, doch John weigert sich ohne seine Mutter die weitere Flucht anzutreten. Dumm nur, dass diese, nachdem sie alle Welt vom baldigen Untergang überzeugen wollte, im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie untergebracht wurde…

Zunächst hatte ich ernsthaft überlegt, die Inhaltsangabe zu kippen, denn wer „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ nicht kennt, der lebt höchstwahrscheinlich hinterm Mond gleich links. Ernsthaft, der Film ist ein historisches Stück Kinogeschichte, welches im Bereich Special Effects einst Maßstäbe setzte und auch heute noch, selbst neben großen, aktuellen Blockbuster-Produktionen, bestehen kann. Dies liegt neben der technischen Raffinesse auch am perfekten Drehbuch, der punktgenauen Inszenierung von James Cameron und nicht zuletzt an Arnold, Linda und Co. Ja, „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ ist grandioses Popcornkino mit Tiefgang, einer überwältigenden Mischung aus handgemachten- und Computereffekten, sowie haufenweise atemlos gefilmter Action.

Ein Film, den man immer und immer wieder schauen kann.

Hasta la vista, Baby.

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