Kultureller Magnet mit wirtschaftlichem Einfluss
Das Europäische Hansemuseum in Lübeck hat sich seit seiner Eröffnung vor zehn Jahren nicht nur als kulturelles Aushängeschild, sondern auch als bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region etabliert. Eine aktuelle Studie belegt, dass das Museum eine kumulierte Wertschöpfung von 35,4 Millionen Euro für die Lübecker Regionalökonomie erzeugt hat.
Mit rund 1 Million Gästen seit 2015 sichert das EHM durchschnittlich 116 Arbeitsplätze pro Jahr – besonders im Gastgewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungssektor. Allein im Jahr 2024 wurden knapp 98.000 Besuche gezählt, wovon 90 Prozent auf auswärtige Gäste entfielen. Für zwei Drittel von ihnen war das Museum ein entscheidender Besuchsgrund für Lübeck. Über 210.000 Tagesausflüge und 42.000 Übernachtungen gehen direkt auf das Museum zurück.
Die wirtschaftliche Wirkung reicht über den Tourismus hinaus: Im Jahr 2024 löste das Hansemuseum bei Lübecker Unternehmen direkte Aufträge im Wert von 1,16 Millionen Euro aus – etwa durch den Einkauf von Dienstleistungen. Weitere 1,1 Millionen Euro wurden durch die Ausgaben der Gäste und Mitarbeitenden in der Stadt generiert. Insgesamt ergab sich so eine regionale Wertschöpfung von 4,35 Millionen Euro im Jahr 2024 allein.
„Ein Museum bewahrt nicht nur Geschichte – es gestaltet auch Zukunft“, sagt Museumsdirektorin Dr. Felicia Sternfeld. Auch Prof. Dr. Sandberger von der Possehl-Stiftung unterstreicht die Bedeutung: Das Hansemuseum sei ein gesellschaftlicher Anker und zugleich wirtschaftlich relevant.
Die Studie wurde von der ift Freizeit- und Tourismusberatung erstellt. Sie berücksichtigte Daten zu Besuchszahlen, Mitarbeitenden, Auftragsvergabe und Wirtschaftsplänen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Dadurch konnten die konkreten wirtschaftlichen Effekte des Museums auf Tages- und Übernachtungstourismus präzise analysiert werden.
Mehr News aus Lübeck findet ihr hier: Alle Beiträge
Photo Credits: Hansemuseum
Adresse: An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
Website: Europäisches Hansemuseum
Instagram: hansemuseum.eu
Facebook: hansemuseum
