Straßenschild

Lübecker Straßen: Schüsselbuden

Vom Garküchenlärm zur Altstadtgasse

Der Name „Schüsselbuden“ lässt auf das mittelalterliche Markttreiben schließen: Hier standen einst Garküchen und Verkaufsstände, an denen Speisen in Tonschüsseln – sogenannten Schüsseln – ausgegeben wurden. Die Straße liegt zwischen Marienkirche und Rathaus und war ein belebter Ort für Handwerker, Tagelöhner und Händler. Heute wirkt der Name fast kurios, ist aber ein sprachliches Zeugnis der Alltagskultur im alten Lübeck.

Obwohl kurz und schmal, ist die Gasse reich an Geschichte. Viele Häuser stammen noch aus dem 14. Jahrhundert und sind sorgfältig restauriert. Besonders im Dämmerlicht entfaltet sich der Charme dieses kleinen Altstadtwinkels – als Passage zwischen zwei Machtzentren der Stadt: dem Gotteshaus und der Politik. Die Schüsselbuden erinnern damit auch an das einfache Leben zwischen den großen Institutionen der Hansezeit.

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Photo Credits: AI

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