Gerbergasse mit Geschichte
Die Wahmstraße war einst das Zentrum der Gerber und Lederhandwerker. Der Begriff „Wahm“ geht auf das mittelniederdeutsche „wame“ zurück – ein Ausdruck für das Bauchleder der Tiere, das hier verarbeitet wurde. Diese Straße zeugt vom rauen Arbeitsalltag der Lederverarbeitung, bei dem üble Gerüche und Lärm zum Alltag gehörten. Heute lässt sich davon nichts mehr erahnen: Die Wahmstraße ist eine lebendige Geschäftsstraße mit Altstadthäusern und direktem Zugang zur St.-Petri-Kirche.
Neben dem Wandel der Gewerke lässt sich an der Wahmstraße auch der Wandel des Geschmacks beobachten. Die Gerbergasse ist heute gesäumt von hochwertigen Sanierungen, Cafés und Fachgeschäften. Zwischen Pflastersteinen und Fassaden lebt der Kontrast zwischen Funktion und Fassade – eine Straße, die sich in ihrer Geschichte häutet wie das Leder, das einst dort verarbeitet wurde.
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