Ein Kunstwerk mit historischem Bezug
Die Geschichte hinter der Skulptur
1996 präsentierte Kiki Smith die Bronzeskulptur im Rahmen einer Ausstellung in der Lübecker Petrikirche. Kurz darauf fand sie als Leihgabe der Possehl-Stiftung einen dauerhaften Platz im Innenhof des Burgklosters. Der Ort wurde bewusst gewählt, denn das Kloster trug ursprünglich den Namen Maria-Magdalenen-Kloster.
Es entstand 1229 als Dank für den Sieg über die Dänen in der Schlacht von Bornhöved, die am Gedenktag der Heiligen stattfand.Die Skulptur zeigt Maria Magdalena mit einem Haarkleid, das ihr während ihrer langen Bußezeit in der Wüste wuchs.
Symbolkraft im ehemaligen Klosterhof
Maria Magdalena gilt als Schutzpatronin vieler Gruppen, darunter Frauen, Schüler und Gefangene. Ihr Standort im ehemaligen Gefängnishof des Burgklosters unterstreicht diese Verbindung. Kiki Smith schuf die Skulptur in den 1990er Jahren als Teil einer Werkreihe, die sich mit Metamorphose und Vergänglichkeit beschäftigte.
Die Skulptur zeigt Maria Magdalena mit einem Haarkleid, das ihr während ihrer langen Bußezeit in der Wüste wuchs. Diese Darstellung greift eine Legende auf, die in der „Legenda Aurea“ des Jacobus de Voragine überliefert wurde.
Rückkehr der Skulptur: Kunst im Wandel
Nach Abschluss der Bauarbeiten am Europäischen Hansemuseum kehrte die Skulptur an ihren ursprünglichen Platz zurück. Dort bleibt sie ein eindrucksvolles Kunstwerk, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
Photo Credits: A.S
Adresse: An der Untertrave 1., Europäisches Hansemuseum
Website: Kunst im öff. Raum Lübeck
