Bronzenes Löwenpaar
Herkunft und Bedeutung
Ursprünglich nicht von der Stadt Lübeck in Auftrag gegeben, wurden die Löwen 1913 als private Auftragsarbeit für den Lübecker Kaufmann und Vizekonsul Heinrich Leo Behncke gegossen. Sie zierten zunächst die Auffahrt seines Hauses in Nutteln bei Schwerin, bevor sie 1931 als Leihgabe in den Besitz der Stadt Lübeck übergingen. Nach dem Kauf der Löwen durch die Hansestadt im Jahr 1952 fanden sie ihren festen Platz vor dem Burgtor.
Ein Künstler mit Leidenschaft für Tiere
Fritz Behn, ein Enkel des Lübecker Bürgermeisters Heinrich Theodor Behn, entwickelte während seiner Jugend eine starke Verbindung zur Natur. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bereiste Behn Afrika, wo er sich von der Tierwelt inspirieren ließ. Diese Faszination begleitete ihn sein Leben lang und prägte seine Arbeit als bedeutender Tierplastiker des 20. Jahrhunderts. Von 1939 bis 1946 leitete er eine Bildhauerklasse in Wien und lebte ab 1951 in München, wo er 1970 verstarb.
Fritz Behn’s bleibendes Erbe
Die Burgtorlöwen bleiben ein markantes Symbol von Fritz Behn’s künstlerischem Talent und seiner Liebe zur Tierwelt. Sie sind nicht nur ein Meisterwerk der Bronzeplastik, sondern auch ein bleibendes kulturelles Erbe Lübecks.
Mehr News aus Lübeck und Umgebung findet ihr hier: Alle BeiträgePhoto Credits: A.S
Adresse: Burgtorbrücke, St. Gertrud
Website: Kunst im öff. Raum Lübeck
