Uni Lübeck erforscht Behandlung gegen Hepatitis E
Wissenschaftler der Universität zu Lübeck und des TWINCORE in Hannover haben neue Antikörper identifiziert, die schwere Verläufe von Hepatitis E verhindern könnten. Die Ergebnisse der Forschung wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Das Hepatitis-E-Virus (HEV) infiziert jährlich Millionen Menschen weltweit, wobei es für immungeschwächte Personen und Schwangere besonders gefährlich ist. Trotz bestehender Therapieansätze gibt es bislang keine spezifische Behandlung. Die Forscher analysierten Antikörper von genesenen Patienten und identifizierten solche, die gezielt infektiöse Viruspartikel neutralisieren können.
Mit hochauflösenden Röntgenstrukturanalysen konnte das Team um Prof. Thomas Krey von der Universität zu Lübeck die exakte Bindung der Antikörper an das Virus entschlüsseln. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Schritt hin zu einer gezielten Antikörpertherapie gegen HEV. Die Wissenschaftler planen nun, die Antikörper für den klinischen Einsatz weiterzuentwickeln.
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Adresse: Uni, Lübeck
